Moin,
ich bin mir nicht sicher ob ich die thematik Schlagregen richtig in meinen Nachweis für eine innen gedämmte Außenwand eingegeben habe und bitte um hilf.
Ich habe im Bestand ein zweischaliges Mauerwerk mit Luftschicht (Luftschicht wurde gesäubert und ist eindeutig Funktionstüchtig) weshalb ich bei der Planung einer dampfbremsenden Innendämmung grundsätzlich optimistischer bin.
Der Bauteilaufbau sieht wie folgt aus:
11,5cm Vollziegel - 4cm Luftschicht ohne Feuchtespeicherung - 11,5cm Vollziegel - 3cm Kalkzementputz - 15cm Steicozell Holzfasereinblasdämmung - SigaMajrex (feuchtevariable Dampfbremse) - 2x 13mm Faserzementplatte
1. Frage: Ist die Luftschicht ohne Feuchtespeicherung hier richtig?
2. Frage: Ist in den äußeren Randbedingungen bei Oberfläche der Haken bei "Simulation berücksichtigt Regen" zu setzten?
Ich habe bzgl. 2. beide Varianten Durchgerechnet und komme bei berücksichtigtem Regen z.b. auf 230 Konvergenzfehler - ohne Regen 47 - was ja allein qualitativ schon auf einen deutlichen Unterschied in der Ergebnissbeurteilung hindeutet.
Soweit erstmal, vielen Dank und liebe Grüße, Björn.
Berücksichtigung von anheftendem Regen
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Bjoern Hartmann
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Berücksichtigung von anheftendem Regen
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Christian Bludau
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Re: Berücksichtigung von anheftendem Regen
Hallo Björn,
zu den Fragen:
1) wir empfehlen grundsätzlich die Luftschicht ohne zusätzliche Feuchtespeicherung, siehe dazu auch den Infotext im Material. Außen kann diese Luftschicht aufgrund von Tauwasserbildung zu einer schwierigeren Konvergenz führen. In diesem Fall mal hilft meist das Unterteilen der Luftschicht entsprechend diesem Topics: viewtopic.php?f=32&t=1777&p=5226#p5226
Zusätzlich sollte die adaptive Zeitschrittsteuerung genutzt werden.
2) ja, weil die äußere Schale dann feuchter wird und diese auch in den Luftspalt trocknet und somit auch den Wassergehalt weiterer Schichten beeinflusst.
Wichtiger als die Konvergenzfehler ist die Bewertung der Bilanzen. Wenn diese einigermaßen übereinstimmen, sind die Ergebnisse auch bei vielen Konvergenzfehler in der Regel bewertbar. Siehe hierzu auch den Leitfaden zu Ergebnisbewertung:
https://wufi.de/de/service/downloads/#a ... eurteilung
Christian
zu den Fragen:
1) wir empfehlen grundsätzlich die Luftschicht ohne zusätzliche Feuchtespeicherung, siehe dazu auch den Infotext im Material. Außen kann diese Luftschicht aufgrund von Tauwasserbildung zu einer schwierigeren Konvergenz führen. In diesem Fall mal hilft meist das Unterteilen der Luftschicht entsprechend diesem Topics: viewtopic.php?f=32&t=1777&p=5226#p5226
Zusätzlich sollte die adaptive Zeitschrittsteuerung genutzt werden.
2) ja, weil die äußere Schale dann feuchter wird und diese auch in den Luftspalt trocknet und somit auch den Wassergehalt weiterer Schichten beeinflusst.
Wichtiger als die Konvergenzfehler ist die Bewertung der Bilanzen. Wenn diese einigermaßen übereinstimmen, sind die Ergebnisse auch bei vielen Konvergenzfehler in der Regel bewertbar. Siehe hierzu auch den Leitfaden zu Ergebnisbewertung:
https://wufi.de/de/service/downloads/#a ... eurteilung
Christian
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Bjoern Hartmann
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Re: Berücksichtigung von anheftendem Regen
Moin Christian,
vielen dank für die Antwort. Die Ergebnisse werden nun deutlich plausibler.
Hier ist nun noch eine weitere Frage aufgekommen, diesmal zum Luftaustausch in der Luftschicht.
Ich tue mich schwer eine entsprechende Luftwechselrate anzunehmen da der Einfluss dieser erheblich ist.
Im Bestand ist eine 100% gesäuberte Luftschicht - im Mittel 5cm - vorhanden. Diese wird am Wandfuß durch Lüftungsgitter und am Wandkopf durch fehlende Stoßfugen geöffnet. Aufgrund dessen ist mein Ansatz, dass eine höhre Luftwechselrate als in den hinterlegten Richtwerten für Luftwechselraten zweischaliges Mauerwerk auftritt - meine Annahme geht hier hin zu einer hinterlüftete Fassade.
Gibt es hier Erfahrungsberichte o.ä.?
Gruß Björn
vielen dank für die Antwort. Die Ergebnisse werden nun deutlich plausibler.
Hier ist nun noch eine weitere Frage aufgekommen, diesmal zum Luftaustausch in der Luftschicht.
Ich tue mich schwer eine entsprechende Luftwechselrate anzunehmen da der Einfluss dieser erheblich ist.
Im Bestand ist eine 100% gesäuberte Luftschicht - im Mittel 5cm - vorhanden. Diese wird am Wandfuß durch Lüftungsgitter und am Wandkopf durch fehlende Stoßfugen geöffnet. Aufgrund dessen ist mein Ansatz, dass eine höhre Luftwechselrate als in den hinterlegten Richtwerten für Luftwechselraten zweischaliges Mauerwerk auftritt - meine Annahme geht hier hin zu einer hinterlüftete Fassade.
Gibt es hier Erfahrungsberichte o.ä.?
Gruß Björn