Liebes WUFI Team,
ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch. In WUFI 7 gib es beim Mineralischen Außenputz (Angabe im Titel (w-Wert = 0,1 kg/m2h0.5) unter "Wasser Transport Koeffizient, Saugen" in den Bauteildaten eine weitere Angabe zum w-Wert mit w = 0,00167 kg/m2h0.5 (siehe Screenshot).
Ich benötige bei folgenden Fragen Unterstützung:
- Wie kann ich diese beiden Angaben beim Baustoff "Mineralischer Außenputz" interpretieren?
- In einigen anderen Außenputzen (wir machen gerade eine Sensitivitätsanalyse) ist der w-Wert nicht angegeben - kann er aus den vorhandenen Daten abgeleitet werden?
- Welche Parameter sind bei Außenputzen hinsichtlich der Auswertung der angrenzenden Schicht noch maßgeblich?
Großen Dank für die Hilfe
Philipp
Mineralischer Außenputz (w-Wert = 0,1 kg/m2h0.5)
Mineralischer Außenputz (w-Wert = 0,1 kg/m2h0.5)
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Re: Mineralischer Außenputz (w-Wert = 0,1 kg/m2h0.5)
Hallo Philipp,
zu den ersten beiden Fragen:
1) Die beiden Angaben zum w-Wert des mineralischen Außenputzes sind identisch und nur in verschiedenen Einheiten angegeben. 0,00167 kgm2s0.5 (pro Wurzelsekunde!) sind gerade 1/60 (= 1/Wurzel(3600)) des w-Werts 0,1 kg/m2h0.5 (pro Wurzelstunde!). Leider muss WUFI immer wieder den Spagat zwischen den in der Praxis verwendeten Einheiten und den für die physikalische Rechnung benötigten SI-Einheiten versuchen.
2) Um aus den angegebenen Dws-Werten (Flüssigtransportkoeffizienten Saugen) den w-Wert zu ermitteln, können Sie mit den vorliegenden Materialkenndaten einen Saugversuch simulieren. Die Vorgehensweise ist im Hilfetext im
Anhang > Fragen und Antworten > 17: Simulation eines Saugversuchs
kurz beschrieben. Ich hänge eine KLI-Datei mit den dort beschriebenen Versuchsrandbedingungen hier an.
Mit besten Grüßen,
Th. Schmidt
zu den ersten beiden Fragen:
1) Die beiden Angaben zum w-Wert des mineralischen Außenputzes sind identisch und nur in verschiedenen Einheiten angegeben. 0,00167 kgm2s0.5 (pro Wurzelsekunde!) sind gerade 1/60 (= 1/Wurzel(3600)) des w-Werts 0,1 kg/m2h0.5 (pro Wurzelstunde!). Leider muss WUFI immer wieder den Spagat zwischen den in der Praxis verwendeten Einheiten und den für die physikalische Rechnung benötigten SI-Einheiten versuchen.
2) Um aus den angegebenen Dws-Werten (Flüssigtransportkoeffizienten Saugen) den w-Wert zu ermitteln, können Sie mit den vorliegenden Materialkenndaten einen Saugversuch simulieren. Die Vorgehensweise ist im Hilfetext im
Anhang > Fragen und Antworten > 17: Simulation eines Saugversuchs
kurz beschrieben. Ich hänge eine KLI-Datei mit den dort beschriebenen Versuchsrandbedingungen hier an.
Mit besten Grüßen,
Th. Schmidt
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Re: Mineralischer Außenputz (w-Wert = 0,1 kg/m2h0.5)
Hallo Thomas,
ich möchte mich noch für deine Rückmeldung und den Hinweis bedanken.
Die Möglichkeit der Simulation eines Saugversuchs kannte ich noch nicht und werde es mir mal ansehen.
Ich gehe davon aus, dass der daraus abgeleitete w-Wert (bei Putzen steht er häufig ja in der Materialbeschreibung) für die Bewertung hinsichtlich des Schlagregenschutzes maßgeblich ist (ggf. zusätzlich noch der Diffusionswiderstand). Wir möchten aus der Sensitivitätsanalyse (unterschiedliche Putze) gerne konkrete Vorgaben und Rahmenbedingungen für den Aufbau ableiten.
Viele Grüße
Philipp
ich möchte mich noch für deine Rückmeldung und den Hinweis bedanken.
Die Möglichkeit der Simulation eines Saugversuchs kannte ich noch nicht und werde es mir mal ansehen.
Ich gehe davon aus, dass der daraus abgeleitete w-Wert (bei Putzen steht er häufig ja in der Materialbeschreibung) für die Bewertung hinsichtlich des Schlagregenschutzes maßgeblich ist (ggf. zusätzlich noch der Diffusionswiderstand). Wir möchten aus der Sensitivitätsanalyse (unterschiedliche Putze) gerne konkrete Vorgaben und Rahmenbedingungen für den Aufbau ableiten.
Viele Grüße
Philipp

